Wanderfalken-Webcam am Andreasturm in Hildesheim - ein Projekt der AG Eulenschutz

Die Hildesheimer Wander-falken brüten bereits seit 2009 in einem Nistkasten in 100 Meter Höhe im Turm der St. Andreaskirche. Im Herbst 2024 wurde der alte Nistkasten durch einen neuen, größeren Kasten ersetzt. Dabei wurde auch eine Webcam eingebaut. Damit haben Sie die Möglichkeit, das Verhalten der Wanderfalken und deren Brut ganz aus der Nähe und rund um die Uhr zu beobachten, ohne  die Vögel zu  stören.  Wir       (Foto: Wanderfalke umfliegt den Andreasturm @ C- Winter) 

wünschen viel Freude dabei!   

 

 

Schön, dass Sie bei unseren Wanderfalken hoch über den Dächern von Hildesheim vorbeischauen!

Kamera:

[Kamera ausgefallen? Wir arbeiten daran! 🛠️]

 Danke an die St. Andreas-Gemeinde Hildesheim, die dieses Projekt ermöglicht hat! Ein Dank geht auch an die Aktion Heimatherzen der Sparkasse Hildesheim-Goslar-Peine und die EVI Hildesheim für die finanzielle Unterstützung.


AKTUELLES:

18.03.2025:  Geduldig brüten...

Nach Ablage des vierten Eis am vergangenen Mittwoch wird das Gelege nun kontinuierlich bebrütet.

Das nach Ablage der ersten Eier fast wie halbherzig wirkende Brutverhalten der Vogeleltern in spe erklärt sich aus dem Bestreben, das Schlüpfen der Küken zeitlich halbwegs gleichzuschalten. Zahlreiche Beobachtungen, auch an anderen Standorten, zeigen, dass der Schlupf aller jungen Falkenküken eines Geleges etwa drei bis vier Tage in Anspruch nimmt. Auf unsere Falken übertragen würde damit der Legezeitraum (4. bis 12. März = 8 Tage) mindestens halbiert. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass die Größenunterschiede zwischen den Küken in einem vertretbaren Rahmen bleiben und das Heranwachsen von Nachzüglern durch den Vorsprung von Geschwistern nicht gefährdet wird.

Bestimmungsbücher geben den Zeitraum von der Eiablage bis zum Schlupf mit 29 bis 32 Tagen an. Wir können also davon ausgehen, dass in der zweiten Aprilwoche anstelle des rostbraunen Geleges weiße, flauschig wirkende Wanderfalkenküken zu sehen sein werden und für die Altvögel die anstrengende Fütterungsphase beginnt.

Bis dahin ist für uns Beobachtende Geduld angesagt. Mit etwas Glück lassen sich am Brutplatz Ablösungen mitverfolgen, bei denen meist auch ein Blick auf das Gelege möglich ist. Ablösungen finden mehrmals täglich statt, wobei das Weibchen die deutlich längeren Abschnitte übernimmt - darunter die Nächte durchgehend. Das zierlichere Männchen löst tagsüber immer wieder kurz ab, damit "sie" den Brutplatz zum Jagen und zur Nahrungsaufnahme verlassen kann. 

(Foto: Das Männchen verlässt das Gelege, das Weibchen übernimmt.)       

Wir warten gespannt auf die Fortsetzung der Geschichte unserer Wanderfalken...                  

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12.03.2025:  Vier Eier!

Heute um 12:35 Uhr waren zum ersten Mal vier wunderschöne Eier im Nistkasten der Falken zu sehen. Auf dem Bild hatte das Falkenweibchen gerade den Brutplatz verlassen und das Männchen war dabei, das Brutgeschäft zu übernehmen. Dieser Wechsel beim Brüten kann tagsüber mehrmals beobachtet werden. Das Männchen ist deutlich kleiner. Daran kann man es erkennen. 

Es ist sehr wahrscheinlich, dass das Gelege jetzt vollständig ist. Nun heißt es brüten, brüten, brüten...

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09.03.2025:  Drei Eier!

 

Heute gegen 11 Uhr legte das Weibchen das dritte Ei. Wie viele Eier werden es noch werden? Meist besteht ein Wanderfalkengelege aus drei bis vier Eiern. Ob wohl noch ein Ei dazu kommt? Wir dürfen gespannt sein. 

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07.03.2025:  Zwei Eier

Heute Morgen lagen zwei Eier im Nistkasten. Das Wanderfalkenweibchen hatte in der letzten Nacht, also drei Tage nach dem ersten, das zweite Ei  gelegt. Das Gelege wird jetzt noch nicht kontinuierlich bebrütet. Das ist aber kein Grund zur Sorge. Das Weibchen beeinflusst damit den Zeitpunkt des Schlupfes der Küken. Da die Eier im Abstand von zwei bis drei Tagen gelegt werden, würden die Falkenküken bei einem sofortigen Brutbeginn auch in diesem Zeitabstand schlüpfen. Durch die "Brutpausen" wird  der Zeitpunkt des Schlupfes  beeinflusst, sodass die Küken innerhalb von etwa vier Tagen das Licht der Welt erblicken werden.

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04.03.2025:  Das erste Ei

 

Um 9:35 wurde es zuerst gesehen:

Das erste Ei bei den Wanderfalken. Wie viele Eier werden es in diesem Jahr werden? Im letzten Jahr waren es  vier Falkenküken. Mal sehen, wie es weitergeht!?

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17.02.2025: Wo ist das Weibchen?

Mit Sorgenfalten auf der Stirn konnte man am Samstagabend (15.02.) feststellen, dass das Wanderfalkenweibchen nicht nachhause gekommen war und die Nacht offenbar außer Haus verbracht hatte ...

Am Sonntagmorgen hat "er" dann auffällig früh den Kasten verlassen, möglicherweise beunruhigt oder verärgert über das eigenmächtige Fortbleiben der Partnerin ...

Am Sonntagabend erleichtertes Aufatmen:  Beide Vögel haben sich im Kasten eingefunden und dort wie gewohnt die Nacht gemeinsam verbracht.

 Wer genau hinschaut, erkennt seit einigen Tagen im vorderen Bereich des Kastens eine deutliche Mulde, die unter Umständen durch so genanntes "Mulde-Drehen" entstanden ist, das häufig im Vorfeld der Eiablage praktiziert wird. Etwas ungewöhnlich erscheint allerdings die Position der Mulde, die eher im hinteren, geschützten Teil des Kastens zu erwarten wäre - genau in dem Bereich, in dem sich die "Dame des Hauses" bevorzugt aufhält.

Mit Spannung darf die Entwicklung der nächsten Wochen abgewartet werden. Das häusliche Verhalten und die vergleichsweise enge Bindung des Wanderfalkenpaares wirken auf jeden Fall vielversprechend!

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04.02.2025: Gemeinsames Schlafen im Nistkasten

Mit Einbruch der Dämmerung lassen sich die Falken nahezu täglich beobachten. Das deutlich größere Weibchen bevorzugt den Schlafplatz an der Kastenrückwand. Das zierlichere Männchen, der so genannte "Terzel", muss mit dem zugigen Platz im Eingangsbereich Vorlieb nehmen...

 

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04.01.2025: Bezug des neuen Nistkastens

Die Wanderfalken vom Andreasturm haben ihren neuen Nistkasten sofort bezogen. Allerdings sieht man sie zurzeit nur sporadisch, manchmal hält sich auch nur einer der Falken darin auf. Die Balzzeit beginnt im März, dann sollte es spannend werden.



....und hier die Geschichte dazu!

Erstbrut schon 2009 im ursprünlich für Turmfalken vorgesehenen Nistkasten.

Ganz oben, Ausrichtung Süd-Ost. Padrino machte Schlagzeile, s. Artikel in der HAZ, Juni 2009. Darunter die ersten Bilder im Kasten und beim Falkner (Fotos Dieter Goy)

...wird fortgesetzt