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März 2024
NABU NIEDERSACHSEN PRESSEMITTEILUNG | NR. 16/25 | 18. FEBRUAR 2025
Artenschutz/Naturschutz
NABU: Frühlingshafte Temperaturen lassen Amphibien wandern
Krötenzäune schützen wandernde Amphibien / Rücksicht im Straßenverkehr geboten
Hannover – Der Frühling kündigt sich an und mit ihm beginnt das Naturschauspiel der
Amphibienwanderung. Mit den angekündigten, deutlich wärmeren Temperaturen ab Mitte der Woche erwachen Molch und Co. aus ihrem Winterschlaf. „Nach der langen Kälteperiode und dem für diese Woche
erwarteten deutlichen Temperaturanstieg rechnen wir mit einer regelrechten Völkerwanderung“, sagt Ralf Berkhan, Amphibienexperte beim NABU Niedersachsen.
Achtsames Verhalten auf den Straßen entscheidend
Vielerorts wurden Amphibienzäune von Ehrenamtlichen des NABU und anderer Naturschutzorganisationen errichtet. Diese führen die Tiere in
Auffangeimer, um sie darin dann sicher über die Straßen bringen zu können. „Dennoch ist es wichtig, vor allem nachts und in der Dämmerung vorsichtig zu fahren. In Bereichen mit
Amphibien-Hinweisschildern sollte möglichst Schritttempo eingehalten werden, so können Verkehrsopfer am besten vermieden werden“, betont Berkhan. Besonders gravierend wäre der Verlust von
Weibchen: „Eine Laichschnur enthält bis zu 4.000 Eier. Jedes Weibchen, das überfahren wird, bedeutet den Ausfall einer ganzen Generation.“
Auch ehemals häufige Arten wie Erdkröte oder Grasfrosch sind in den letzten Jahren deutlich in ihren Beständen zurückgegangen. Gründe dafür sind die Trockenheit der letzten Jahre, die zu einem Mangel an Laichgewässern, aber auch zu Nahrungsmangel geführt haben. Auch Umweltgifte, die die Tiere in großen Mengen über die Haut aufnehmen, lassen die Bestände schrumpfen. „Um dies besser belegen zu können, sind wir auf Meldedaten angewiesen“, appelliert Berkhan. „Die Anzahl der Tiere, die über mehrere Jahre an einem Amphibienzaun gezählt werden, liefern sehr gute Hinweise“, ergänzt er.
HerpetoMap - Verlässliche Daten für den Amphibienschutz
Personen mit Artenkenntnis können sich für einen Zugang zur „HerpetoMap“ bei Ralf Berkhan bewerben. Die "HerpetoMap" ist ein von der Bingo-Umweltstiftung gefördertes Projekt des NABU Niedersachsen. Hier tragen ausschließlich qualifizierte Expertinnen und Experten ihre Beobachtungen ein, wodurch die Daten besonders verlässlich sind. Unter www.herpetomap.de können sich sowohl Behörden als auch die Öffentlichkeit über die Verbreitung von Amphibien und Reptilien in Niedersachsen informieren.
Doch auch ohne Expertenstatus kann jeder beitragen: Fotos von Amphibien- oder Reptilienfunden – mit genauer Standortangabe und Erlaubnis zur Veröffentlichung – sind willkommen. Die Einsendungen können per E-Mail an ralf.berkhan@NABU-Niedersachsen.de gesendet werden. Berkhan versichert: „Weder Name noch punktgenauer Standort werden der Öffentlichkeit bekannt gegeben.“
Amphibien-RETTER gesucht
Auch in diesem Jahr werden wieder
Amphibienzäune
in Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde
des LK Hildesheim errichtet und überwacht werden.
Hierfür werden für die Errichtung des Zaunes
als auch teilweise
zur Sammlung und Erfassung
der wandernden Frösche, Kröten und Molche
noch dringend Helfer und Helferinnen benötigt !
In den letzten 3 Jahren wurden auf diese Weise über 150.000 Amphibien vor dem Überfahren gerettet.
Das Aufbauen der Zäune ist bereits ab dem 24. Februar 2024 geplant.
Unterstützung wird insbesondere benötigt für
die Zäune
- an der
Kreidezeit/Kassemühle (L489)
-
Ohlenburg/Römergrund bei Lamspringe (L488)
- Derneburg (am
Schloß)
- Luttrum
(Luttrumer Straße)
Über Ihren Anruf unter 0176/48092803 oder E-Mail an
thomas.engel@nabu-hildesheim.eu
zur Unterstützung würden wir uns sehr freuen.
Thomas Engel für die Amphiben AG des NABU Hildesheim
Alles zum Krötenschutz HIER
Hier Wissenswertes zum Thema. - Danke, Aggi!